Erste Hürde für ein neues Probenhaus genommen

Wiesentaler und Spielmannszug unter einem Dach.


In den ehemaligen Kindergarten an der Straße „Am Bach“ zieht bald musikalisches Leben ein.
Hier erhalten die Wiesentaler und der Spielmannszug neue Probenräume.

Beide Vereine haben seit Jahren die Sorge um zukünftige Probemöglichkeiten.
Der Mietvertrag der Wiesentaler für ihr Vereinshaus an der Buningsweide läuft bald aus. Der dortige Probenraum ist für das gewachsene Orchester auch zu klein geworden.

Noch härter hat es den Spielmannszug getroffen. Der Probenraum im Kellergeschoss des Gymnasiums ist aufgrund eines Wasserschadens schon seit zwei Jahren nicht mehr nutzbar.

Die Suche nach neuen Probenräumen dauern bei beiden Musikvereinen schon Jahre.


Gemeinsam mit der Stadt haben beide lange nach einer Lösung gesucht. Jetzt wurde sie gefunden.
Das ehemalige Kindergartengebäude an der Straße „Am Bach“ soll künftig beiden Vereinen ausreichend Raum für Proben und Vereinsaktivitäten bieten.

Am Mittwoch den 27. Oktober hat der Sport-, Kultur- und Sozialausschuss in seiner Sitzung einstimmig beschlossen, 95.000 Euro für eine Erweiterung und 40.000 Euro für den Umbau im Bestand bereitzustellen.

Den vielen Musikerinnen und Musikern, die die Sitzung verfolgten, fiel spürbar ein Stein vom Herzen.

„Wir haben das große Los gezogen“, sagte Jana Liemann, sie war überwältigt von dem Votum und von der großen Anteilnahme der Musiker. Sie ist erleichtert, dass die schon über drei Jahre lange Suche nach einem neuen Vereinshaus nun einen erfolgreichen Abschluss gefunden hat.

Die Wiesentaler hatten schon etliche Projekte in den Blick genommen, die dann aber aus unterschiedlichen Gründen nicht in Frage kamen. Der Druck auf die 180 Musikerinnen und Musiker wuchs ständig.

Der Kulturausschuss hat die Bedeutung der Orchester der Wiesentaler und des Spielmannszuges für das Kulturleben in der Stadtlohn unterstrichen und so die hohen Ausgaben für den neuen Probenraum gerechtfertigt.

Die Stadt Stadtlohn hat das Grundstück des ehemaligen Kindergartens an der Straße „Am Bach“ erworben, um Entwicklungsmöglichkeiten für das Gymnasium zu sichern. Dafür gibt es aber auf dem Schulgelände noch alternative Möglichkeiten.

Das Gebäude bleibt, wie es der Ausschuss forderte, weiterhin im Eigentum der Stadt, die auch in allen Bauangelegenheiten entscheidet.

Für die Bereitstellung der Räume zahlen die Vereine künftig jeweils eine Kaltmiete von 180,- Euro pro Monat. Darüber hinaus beteiligen sich die Vereine jeweils zu einem Drittel an den Energiekosten.

Zurzeit wird das Gebäude noch für die Flüchtlingsarbeit der Stadt Stadtlohn und die Unterbringung einer Flüchtlingsfamilie genutzt.
„Dafür muss es einen angemessenen Ersatz geben“, forderte Hendrik Hardeweg (CDU) im Kulturausschuss. „Wir haben uns schon Gedanken dazu gemacht“, erklärte der Erste Beigeordnete Günter Wewers. Die Ergebnisse sollen zur Novemberratssitzung vorgestellt werden.

Die Politiker forderten weiterhin, dass am Schallschutz nicht gespart werden dürfe. Das sagte Günter Wewers zu: „Eine gute Nachbarschaft ist uns wichtig.“

150 Quadratmeter großer Anbau für Wiesentaler


Das ehemalige Kindergartengebäude bietet Platz für jeweils drei kleine Probenräume für die Wiesentaler und den Spielmannszug.
Toiletten, Teeküche und der Eingangsbereich werden gemeinsam genutzt. Für den Spielmannszug gibt es im Bestandsgebäude zusätzlich noch einen 76 Quadratmeter großen Probenraum.

Im Winkel zwischen Gymnasium und Dreifachsporthalle soll, für die Proben des Hauptorchesters, des Jugendblasorchesters und der Aufbaustufe der Wiesentaler ein neuer, knapp 150 Quadratmeter großer Anbau in Holzständerbauweise errichtet werden.

Kostenpunkt: 180.000 Euro, von denen die Wiesentaler 95.000 Euro in Eigenleistung tragen.

Jana Liemann und Marlies Dapper betonten, dass die Musiker und ihre Familien selbst Hand anlegen wollen um diese große Aufgabe zu stemmen.

„Wir hoffen das wir 2022 mit den Bauarbeiten beginnen und 2023 einziehen können.“